Ich kenne sie beide, und du möglicherweise auch. Wie oft habe ich mir schon die Frage gestellt, warum ich zwar weiß, dass ich etwas Bestimmtes tun möchte, innerlich aber immer wieder eine Stimme zu mir spricht, die mir sagt, dass es doch besser wäre, wenn ich es nicht tun würde. Wer ist diese Stimme, und warum ist sie meist destruktiv? Kann man sie nicht einfach ausschalten und zur Ruhe zwingen?

Ich für mich

..habe Folgendes erkannt. Es ist oft einfacher, in seinen gewohnten Mustern zu verweilen, die kennen wir nämlich. Der nächste Schritt ist unbekannt, und ich weiß nicht was auf mich zukommt. Das ist vor allem bei jenen Vorhaben, die mit unserem Vorankommen zu tun haben. Wir haben diese Verhinderer aber auch bei privaten Entscheidungen. Kennst du das? Du vereinbarst ein Treffen mit einer Freundin oder einem Freund. Du freust dich total auf den Tag, malst dir schon aus, wie schön es wird. Doch dann, je näher dieser Tag kommt, um so lustloser wirst du. Es kommen dann Gedanken wie: Hm, soweit fahren, eigentlich hätte ich Zuhause noch so viel zu tun, mag ich das jetzt wirklich, eigentlich habe ich gar keine Lust, so viel Aufwand für zwei Stunden Zeit, usw.. Diese Gedankengänge sind sicherlich jeden von uns bekannt. Die Frage, um die es an dieser Stelle jedoch geht, ist: „Möchte ich es, oder möchte ich es nicht?!“ Weshalb habe ich ein Treffen vereinbart, in diesem Moment hatte ich doch Lust dazu. Ist es Bequemlichkeit, oder ist der Zeitpunkt tatsächlich ungünstig? Genau dies gilt es an dieser Stelle zu ergründen. Ich für mich weiß, dass es in den meisten Fällen tatsächlich nur Bequemlichkeit ist, und wenn ich mich dann doch überwinde, dann habe ich meist einen wunderschönen Tag. Das ist vor allem bei den Dingen so, die man schon lange geplant hat und auf die man sich schon ewig freute. Was aber können wir nun tun? Wie können wir dem Ganzen entgegenwirken? Nimm dir dazu ein paar Minuten Zeit.

Atme ein paar Mal

..tief ein und wieder aus und stell dir vor, wie es ist, wenn du deine Freundin triffst, oder wie es sein wird, wenn du ein Seminar besuchst. Wie geht es dir dabei? Fühlst du innerlich ein Glücksgefühl, oder ist da Druck der sich ausbreitet? Stell dir nun vor, wie es ist, wenn du Zuhause bleibst und nichts unternimmst. Wie fühlt sich das an? Ich bin mir sicher, dass du nun deine Antwort hast.

Jetzt weißt du

..was zu tun ist. Doch Vorsicht, gerade wenn es um unser eigenes Vorankommen geht, weil wir zum Beispiel einen bestimmten Job wollen, oder eine Ausbildung starten möchten, ist unser Verhinderer oft sehr stark, weil sich nun auch noch unser Zweifler einmischt. „Ist das wirklich was für mich? Was, wenn es dort genauso ist, wie in meinem jetzigen Job?“ Du wirst es erfahren, wenn du es ausprobierst. Und glaube mir, es wird gut für dich sein, weil du es einfach probiert hast, egal, was am Ende dabei herauskommt. Gib deinem Verhinderer und deinem Zweifler nicht die Macht, über dein Leben zu bestimmen. Entscheide selbst, und du wirst sehen, wie positiv sich alles entwickelt.